Blut, Schweiß, Tränen. Und die Kraft der Anziehung: Der Beginn meiner Reise.

Ich blicke aus dem Fenster, der Motor brummt und die kleinen weißen Lichter ziehen an mir vorbei, bis es mich schließlich in meinen Sitz drückt und wir abheben. Mit jedem Meter höher hinaus und weiter weg von all‘ dem was ich längst hinter mir lassen wollte. Ich atme tief durch und kann nicht fassen, dass es nun wirklich endlich passiert. Was die nächsten Wochen über meine sozialen Kanäle von Perfektion nur so strahlen wird, ist die Summe eines langen, mühsamen Kampfes den ich hier und heute mit dir teilen möchte. Vielleicht, um es mir von der Seele zu schreiben. Keinesfalls um Mittleid zu erlangen. Eigentlich jedoch, um dich hinter die Kulissen blicken zu lassen, SocialMedia von einer anderen und vorallem realistischeren Perspektive aus zu beleuchten und um dir (hoffentlich) Mut zu machen, deinem Weg zu folgen, auch wenn er dich an’s andere Ende der Welt führt.


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Von einer Reise wie ich sie momentan mache, träumte ich bereits, seit ich denken kann. Mich haben viele meiner Leser immer wieder gefragt, ob es denn einen ausschlaggebenden Punkt gegeben hätte, der mich all‘ das umsetzen lies. Leider kann ich an dieser Stelle nicht von einer wundervollen 360 Grad Wendung mit Erfolg über Nacht berichten, stattdessen über einen der wohl traurigsten Abende die ich jemals erlebte und mich nun viel Mut beim Schreiben kostet. Es war im Frühling diesen Jahres, als mir die Decke auf den Kopf zu fallen schien. Eines meiner Lieblingszitate lautet:

„When it rains, it pours“ (Wörtl.: Wenn es regnet, dann schüttet es.)

oder im Klartext: Wenn’s scheiße läuft, ist die Kacke so richtig am dampfen. So war es auch bei mir. Über mehrere Wochen hinweg, befand ich mich in einem ewigen Kreislauf von gehäuftem Mist: Mein geliebtes Gegenüber entpuppte sich als Stadtmatratze, mein Auto auf das ich angewiesen war ging kaputt, meiner Mutter und mir wurde die Wohnung gekündigt, der Vermieter terrorisierte uns ab diesem Zeitpunkt fast täglich und ging vor Gericht, einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben wollte nichts mehr mit mir zu tun haben, im Briefkasten landete ein Nachzahlungsbescheid in Höhe einer unbezahlbaren Summe und sei das alles nicht genug, verstarb meine geliebte Cousine bei einem schweren Autounfall. Mein Leben fühlte sich an wie ein Witz und als ich dann am besagten Abend so da saß und über alles nachdachte das passiert war, verlor ich die Fassung. Ich war am Ende meiner Kräfte angekommen. Ein lautes FUCK YOU an die Welt, viele Tränen und einige Stunden später dann die Anwendung meines höchsten Glaubenssatzes: 

Über was ich nachdenke, das ziehe ich auch an. Je besser und öfter ich mein Ziel visualisiere, also mir bildlich vorstelle wie mein Leben aussehen soll, desto mehr entwickeln sich die Dinge in diese Richtung.

Vielleicht wollte mir mein Leben ein Zeichen geben. Eine Art: „Hey, dein Glück liegt eben momentan nicht hier. Go get it.“ Ich starrte an die Wand über mir. Sie verwandelte sich gedanklich in einen weiten Horizont mit hunderten Sternen, begleitet von abermillionen kleinen Geräuschen aus den Tiefen eines Dschungels. (Und exakt dieses Szenario findet heute statt, während ich diesen Blogeintrag verfasse.) Ich wollte immer reisen, jedoch wurde mir plötzlich bewusst, dass ich wohl die ganze Zeit auf den Arschtritt wartete, der sich zu diesem Zeitpunkt ereignete. Meine kahle, weiße Decke des Zimmers in dem ich 20 Jahre lang aufwuchs, war gedanklich immernoch ein Sternenhimmel zu dem ich hinaufblickte, tief durchatmete und mir wünschte, das Universum würde mir die Kraft schenken meinem dunklen Kreislauf zu entfliehen indem ich auf ein Ziel (meine Reise) hinarbeitete und sich auf dem Weg dorthin alles so ebnen würde, wie es (gut) sein sollte. Ich malte mir alles aus; vom Alltag auf der anderen Seite der Welt, über die Nächte auf den Dächern der Stadt bis hin zu den Fotos die ich schießen möchte. Mein starker Wunsch nach all dem schien Wirkung zu zeigen, denn tatsächlich ging es ab diesem Zeitpunkt bergauf, auch wenn mir nichts geschenkt wurde. Bereits nach 2 Wochen hier kann ich voller stolz sagen, dass sich all diese Dinge gelohnt haben und ich keine Sekunde daran verschwendet habe mich zu fragen, ob es die richtige Entscheidung war. 

Erschrecken tut mich oft, dass wir durch das Zeitalter des Internets, insbesondere durch Social Media ein Stück Realität verlieren. Wir bekommen das Gelbe vom Ei auf einem Teller serviert, der Rest drumherum landet im Mülleimer und findet keinen Platz auf dem Foodpornbild im Instagramfeed. Wir vergessen, dass selbst der erfolgreichste Blogger klein angefangen hat und sich seine erste Reise durch den Bäckersjob nebenan finanzierte. Und das selbst Menschen deren Leben perfekt scheint, ihre Probleme zu bewältigen haben. 

Oft bekomme ich die Frage, wie ich mir denn die lange Reise leisten könne. Und zum erstaunen mancher Leute ist meine Antwort ganz simpel: „Ich arbeite. Viel.“ Vor meiner Abreise hatte ich genau 7 Wochen Zeit um so viel Geld zu sparen, wie es mir möglich war. Also übte ich teilweise bis zu 5 Jobs gleichzeitig aus, arbeitete von 9 Uhr bis 17 Uhr als Salespromoterin in Geschäften um anschließend von 19:00 bis 01:00 meinen selbstständigen Tätigkeiten nachzugehen. Am Wochenende nahm ich Modeljobs an, sagte alle (Party)termine mit Freunden ab, aus Angst für die kommende Woche nicht genügend Energie für die Arbeit haben zu können. Neben meinen täglichen Lebenskosten hatte ich die Grundkosten für die Reise zu decken (Flüge, erste Übernachtungen, Vorabbesorgungen, Versicherungen etc.) und auch jetzt während meines Aufenthalts, arbeite ich täglich um mein Einkommen weiterhin zu gewährleisten.

Großartige Dinge erfordern manchmal mehr Mut und Kraft von dir, als du geglaubt hattest überhaupt tragen zu können. Aber gerade diese Herausforderungen sind es doch, die dich wachsen lassen und dir zeigen, dass du zu viel mehr fähig bist als oftmals von dir selbst angenommen. Wenn du gedanklich und visuell manifestierst was du dir wünschst, arbeitest du bereits unterbewusst ein großes Stück auf die Umsetzung hin. Wenn du für deine Ziele kämpfst, kannst du nur gewinnen.

Schreib mir doch in die Kommentare, welche Träume du dir verwirklicht hast oder auf welche du momentan hinarbeitest. Ich freue mich über dein Feedback! 


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→ Die Bilder wurden am Malibu Beach in Koh Phangan aufgenommen.