Jung, naiv, dumm. Oder einfach nur frei und glücklich.

Sie nannten mich jung, naiv, dumm und ein schlechtes Vorbild. Dafür, dass ich andere Menschen dazu ermutigen möchte, ihren Traum zu leben und die Courage zu haben, loszulassen was sie nicht glücklich macht. Es ist an der Zeit niederzuschreiben, was mich schon so lange beschäftigt und mich ohne Pause durch meinen Alltag, der keiner ist, begleitet.

Durchschnittlich verbringt ein Mensch 8,5 Stunden täglich Zeit bei seiner Arbeit. Das macht wöchentlich rund 42,5 Stunden, monatlich 170, jährlich 1800 und bei 45 Jahren Arbeitszeit, satte 81.000 Stunden. Das entspricht 9,2 Jahren. Und somit 16% der gesamten aktiven Lebenszeit unter dem Aspekt betrachtet, dass wir schlappe 24 Jahre schlafen. Von klein auf bekommen die meisten von uns beigebracht: Unser Job muss uns keinen Spaß machen! Er ist zum Geld verdienen da. Nicht mehr und nicht weniger. Ein System, dass uns bereits früh, durch Schule und unser Umfeld in ein Hamsterrad mit Vorhängeschloss drängt. Im Klartext sollst du 9,2 Jahre (und 16% deines Lebens) damit verbringen, antriebslos Papierscheine und digitale Zahlen auf Kontenmanager deiner Bank zu verdienen. Ich frage dich: Was bringt dir Geld, wenn du es vielleicht gar nicht richtig für schöne Dinge ausgeben kannst, weil du so viel arbeitest, dass dafür keine Zeit bleibt? Was bringt dir Geld, wenn du es wieder in deine Gesundheit und Psyche investieren musst, da dein Job dich vielleicht unglücklich und krank macht?

Der Mensch, […] opfert seine Gesundheit, um Geld zu machen. Dann opfert er sein Geld, um seine Gesundheit wiederzuerlangen. Und dann ist er so ängstlich wegen der Zukunft, dass er die Gegenwart nicht genießt. Das Resultat ist, dass er nicht in der Gegenwart oder in der Zukunft lebt. Er lebt, als würde er nie sterben. Und dann stirbt er und hat nie wirklich gelebt.“- Dalai Lama

 
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Ein Großteil der Menschen lebt jeden Tag den selben Tag und nennt es ein Leben? Ich nenne es allerhöchstens Existenz. Warum keiner etwas ändert? Um aus dem Hamsterrad zu entfliehen, ist eine Vollbremsung nötig, doch das Rad dreht sich zunächst weiter. Sich in diesem Fall wortwörtlich aus der Bahn werfen zu lassen, ist gefährlich und erfordert Mut. Aber wer sagt denn, dass nach einer Sturzlandung auf die Fresse, keine wundervolle neue Welt auf uns wartet?

Viele Kritiker verstehen mich völlig falsch. Ich bin und möchte kein Moralapostel sein, der dir sagt, dass du alles über Bord werfen, dir ein Superheldenkostüm anziehen und die Welt retten sollst. Auch nicht, dass du heute die Chance hast vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden oder das es nicht legitim sei, für eine Zeit etwas ätzendes tun zu müssen um das Licht am Endes des Tunnels zu sehen. Ich bin auch nicht der Meinung, dass „seinen Traum verwirklichen“ zwingend bedeutet, sich Selbstständig zu machen. Ganz Im Gegenteil: Nicht jeder möchte und kann das. Viele Menschen brauchen klare Anweisungen und feste Pläne für ein strukturiertes arbeiten. Sie sind nicht gemacht für Führungspositionen und das ist auch völlig in Ordnung so.Es ist auch toll, in Deutschland aufzuwachsen. Ich finde es großartig, dass uns hier ein so großes Bildungsangebot zur Verfügung steht und wirklich so gut wie jeder die Chance bekommt, etwas aus sich zu machen.

So sehr ich SocialMedia auch liebe, an eines werde ich mich wohl niemals gewöhnen (können). Nämlich die ewige und fast aggressive Fragerei danach, „was man denn überhaupt beruflich“ mache, so als sei jeder Job der Welt außerhalb jeglicher Reichweite von einem Menschen, der online schöne Bilder hochlädt. Beantwortet man die Frage nicht, weil man schon oft genug ein Statement dazu gegeben hat oder schlichtweg keiner Verpflichtung untersteht, ist man ein schlechtes Vorbild für jüngere. Wer sagt überhaupt, dass ich das sein möchte? Es ist simpel: Wer sich von mir (egal in welcher Hinsicht) inspirieren lassen möchte ist herzlich willkommen. Dem Rest gegenüber habe ich keinerlei Verpflichtungen. Dass ich von allem leben kann, was ich gut kann und liebe, mir dabei aber trotzdem nicht zu schade bin auchmal für andere etwas zu arbeiten, was mir weniger gefällt (z.B wenn ich besonders viel sparen will), scheint für viele nahezu unvorstellbar zu sein. Wie die meisten anderen Leute auch, knipse ich Fotos hauptsächlich in der Freizeit, außer sie haben etwas mit meiner beruflichen Tätigkeit als Model, Influencer und Content Producer zu tun. Nebenher bin ich allerdings noch als freie Redakteurin tätig und schreibe Artikel für verschiedene Magazine, habe vergangenes Jahr ein eigenes Buch und ein Onlinecoachingkurs auf den Markt gebracht, führe einen Empfehlungsonlineshop und arbeite im Bereich Marketing an verschiedenen Projekten, die teilweise völlig unabhängig von (meiner Präsenz auf) sozialen Kanälen sind. Wenn ich schnelles, zusätzliches Geld brauche, jobbe ich auch gern als Salespromoterin oder Hostess für verschiedene Agenturen und Unternehmen. Ob ich Angst vor meiner Zukunft habe? Nein. Mit meinem Können und Referenzen kann ich viele verschiedene Berufe in den Bereichen Medien, Marketing und Redaktion ausüben. Ob ich noch studieren möchte? Wer weiß, was kommt! Ich bin offen für alles. Genug aber von mir. In diesem Beitrag soll es schließlich um dich gehen.

Es ist doch gut, Teil des Systems und im Angestelltenverhältnis zu sein, solang DU GLÜCKLICH bei dem bist, was du machst. Das Leben ist einfach viel zu kurz, um täglich etwas zu machen, was uns nicht erfüllt. Und doch haben wir auf der anderen Seite genug Zeit, herauszufinden, wer wir sind und was uns glücklich macht. Tu etwas nicht, weil alle anderen es tun, deine Eltern es wollen, dass du es tust oder um irgendwas zu tun, weil du sonst „ohne etwas“ dastehen würdest. Mache etwas, weil du es WILLST und weil DU es willst. Bei deiner Geburt hast du dir nicht aussuchen können ob und wie du auf die Welt kommst. Dann suche dir jetzt wenigstens aus, wie dein Leben aussehen soll. Und wenn du es (noch) nicht weißt, dann probiere verschiedene Dinge aus! Deine Leidenschaft entdeckst du sicherlich nicht auf der Couch in den gemütlichen und vertrauten 4 Wänden. Verlasse deine Komfortzone und hab den Mut, wissen zu wollen was dein Ziel im Leben ist, unabhängig davon ob du oder andere es für realistisch halten. Fahre dich nicht fest in Glaubenssätzen der Allgemeinheit. Suche nach Lösungen, statt nach Ausreden.

Sei nicht der Mensch, der sich nur auf’s Wochenende freut. Auf seinen, seit Monaten feststehenden Pauschalurlaub hin fiebert, statt sich eine Auszeit zu nehmen wenn sie gebraucht wird. Andere dafür verantwortlich macht, seinen Traum nicht leben zu können oder Erfolg auf Glück schiebt. Ok ist Ok. Ok füllt den Geldbeutel, aber nicht das Herz. Ok ist nicht aufregend oder abwechslungsreich. Ok ist keine Geschichte für deine Enkelkinder oder eine Erinnerung für deine letzten Tage auf Erden. Ok hat keine Nachhaltigkeit. Ok ist eben nur Ok.

Und für alle die nun nach diesem ausführlichen Statement immernoch meinen, ich lebe in einer rosa-roten Blubberblase:
Es ist echt wunderschön hier drin!