Zwischen Strobo und Blitzlicht – Warum es in Ordnung ist, verschiedene Facetten zu haben

6 Uhr in der Früh; Strobo, knallende Bässe und gute Laune. Ich lasse mich fallen, schließe die Augen und genieße den Beat. Ich spüre, dass jemand vor mir steht und mich anschaut. „Fabiola?“ Vielleicht auch nur eine Stimme in meinem Kopf, eine Mischung aus Müdigkeit und Lärmpegel. Ich tanze weiter. Ignoriere was auch immer mich stören wollte.
Plötzlich eine kurze Berührung an meinem Arm „Fabiola!“. Ich öffne die Augen und sehe eine große dunkelblonde Frau vor mir stehen, die mir bekannt vorkommt.
„Wie geht es dir, wir haben uns lange nicht gesehen! Was machst du HIER?“ Ich erkenne, dass sie die Mutter eines Freundes ist und wir gehen nach draußen um uns besser unterhalten zu können. Ich erzähle ihr von ein paar privaten Schwierigkeiten und davon, wie sehr sich mein Leben in den vergangenen Wochen verändert hat, von meinem Buch Flash Baby und von meinen Plänen für die kommende Zeit. Ein seltsamer Blick macht sich in ihrem Gesicht breit, sie wirkt besorgt und verwundert. „Ist alles in Ordnung?“ frage ich.
„Ich mache mir Gedanken…Bist das wirklich DU? Ich hab dich den Sommer über auf jedem Event beobachtet, wie du fröhlich umher springst, freundschaften schließt, stundenlang mit deinen halb kaputten Stiefeln durch die Nächte steppst… Dein Buch, deine Bilder auf Instagram und Facebook, deine professionellen Fotoshootings, dein Business – Das bist doch nicht du! Was bewegt dich dazu diese Maske zu tragen?“ Um ehrlich zu sein bin ich viel zu gut drauf und gleichzeitig viel zu erschöpft, um jemandem auf einer Afterhour meine Sichtweise für genau dieses Thema zu erklären, also nicke ich einfach still mit meinem Kopf und sage „Die Aufgabe eines Models ist es, in verschiedene Rollen schlüpfen zu können. So facettenreich wie ein Mensch eben sein kann.“ – Ich beende das Gespräch mit einer Umarmung und stürze mich wieder in die vernebelte, dichte Menschenmenge aus Ärzten, Arbeitslosen und Leiharbeitern. Wir sind doch alle hier.

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Aber was wollte ich der netten Dame eigentlich erklären wenn ich die Motivation dazu gehabt hätte? Damit habe ich mich, um ehrlich zu sein, erst ein paar Tage nach unserer Begegnung beschäftigt. Als ich vor meinem Buch saß, mir das Titelbild angeschaut habe und mir die Frage stellte, welche Unterschiede es nun zwischen der Frau auf dem Cover und der Frau auf der versifften Tanzfläche gibt. Keine. Na gut, das Aussehen vielleicht. Ok ich bin ehrlich, das rosa Seidenkleid und der schwarze Poncho mit Lederboots sind schon ein gewaltiger Unterschied – Aber was zur Hölle hat das mit meinem Charakter zu tun? Die Frage kannst du dir als aufmerksamer Leser selbst beantworten.
Ich arbeite nun seit 6 Jahren leidenschaftlich als Model, manchmal nebenbei, in anderen Zeiten hauptberuflich. Es macht mir unheimlich viel Spaß abgelichtet zu werden oder online meine Iphone-Schnappschüsse zu posten.Wenn ich eins während dieser Zeit gelernt habe, dann ist es definitiv wie man in verschiedene Rollen schlüpft und diese so umsetzt, dass sie 100% authentisch wirken. Aber das in meinem privaten Leben anzuwenden, dafür habe ich schlichtweg keinen Grund.
Würde ich eine Maske tragen und jemand sein wollen, der ich nicht bin, könnte ich das tun indem ich ‚eine Seite‘ komplett durchziehe. Aber dazu stehen, verschiedene Facetten zu haben, beweist für mich wahre Stärke und Authentizität. Egal ob beruflich, privat oder gleichzeitig.
Hätte die Dame mich wirklich so gut gekannt wie sie annahm, wüsste sie wohl dass mein inneres stets dasselbe ist, egal ob vor der Kamera für Kunden oder ganz privat auf der Tanzfläche meines Lieblingsclubs.

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Backstagefoto vom Shooting mit Fotograf Tomislav Vukosav für das Label Valerie Prinz

Genug von mir.
Es ist okay, wenn auch du verschiedene Seiten hast. Lass uns gemeinsam das Schubladendenken verabschieden. Vorbei mit der Annahme, jeder müsse uns kennen undzwar so gut, dass unser Aussehen dabei keine Rolle mehr spielt. Menschen sind nunmal oberflächlich, aber das bedeutet nicht, dass du auch so denken musst. Lebe wie es dir passt. Probiere dich aus. Hab keine Angst davor, wie andere darauf reagieren könnten. Auch das habe ich in der Modelbranche gelernt – Es spielt keine Rolle wer du bist, es kommt darauf an was du kannst! Und seien wir mal ehrlich:
Es ist ein wundervolles Gefühl zu wissen, dass man sehr unterschiedlich sein kann und dabei noch dieselbe Person ist. Nebenbei gesagt bekomme ich nicht ständig negative Kritik zu hören. Ganz im Gegenteil: Zum größten Teil hagelt es dann doch mehr Komplimente als Hate. Und ich werde verdammt oft gefragt, wie ich das mit dem Modeln überhaupt angestellt habe, wo ich doch wirklich ziemlich unkommerziell dafür aussehe und mit 168cm Körpergröße durch die Gegend hüpfe.

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Irgendwo zwischen Strobo und Blitzlicht habe ich mich gefunden und beschlossen, anderen zu helfen die noch auf der Suche sind.
In meinem Buch Flash Baby und meinem Coachingprogramm der Modelversity (www.modelversity.de) erzähle ich unter anderem davon, wie ich selbst zum Modeln gekommen bin, wie jeder unabhängig von Größe, Alter und Gewicht damit beginnen kann und wie man sich ein Image aufbaut, dass einem langfristig Erfolg bringt, ohne dabei sich selbst zu verlieren.

Wenn du neugierig geworden bist, hast du nun 2 Möglichkeiten:
1. Du sicherst dir hier eine kostenlose Leseprobe aus meinem Buch Flash Baby und meldest dich hier für meine kostenlose Videoserie ‚Model werden‘ an.
2. Du brauchst keine Überdenkzeit sondern willst sofort wissen, wie man ein erfolgreiches Model wird. Dann kannst du hier mein Buch bestellen und dir hier deinen Zugang zum Mitgliederbereich der Modelversity sichern.

Bleib dir treu. Cheers!
Deine Fabiola